hier und da – Gut leben im ländlichen Raum

hier und da - Gut leben im ländlichen Raum 2021

Obervinschgau, 24. – 25. September 2021

Das Festival 2021 ist auf alle Fälle geprägt durch 15 Monate Corona Ausnahmezustand. Auch unter diesem Aspekt hat diese Ausgabe die Suche nach gesellschaftlichen Perspektiven im Mittelpunkt. Gewiss ist, dass wir unsere Art des Wirtschaftens grundlegend ändern müssen. Und dies nicht nur halbherzig oder bloß an der Oberfläche. Viele Menschen in vielen Basisinitiativen zeigen, dass dieser Wandel möglich ist und dass er eine Bereicherung wird und es sich damit gut leben lässt. Das Festival 2021 möchte Perspektiven aufzeigen und Mut machen sich selbst auf den Weg zu machen. Dies besonders auch indem Jugendliche, Kunst und Kultur sehr zentral eingebunden werden.
Im Zuge einer sich ständig beschleunigenden gesellschaftlichen Umverteilung von unten nach oben ist die Stärkung des regionalen Zusammenhalts im Verbund mit konsequent nachhaltigem Handeln eine Notwendigkeit.
Dabei sind wir alle gefordert und ein Markt soll dies wiederspiegeln.
Ein Markt mit Produkten und Vorschlägen, ein Markt mit Reden und Handeln ein Markt der Gemeinschaft.

Partner: BGO, Uni BZ, IDM, Plattform Land, Eurac Research, HDS, BASIS, Nationalpark Stilfserjoch

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hier und da - Mals im Vinschgau

Auf einen Blick

Freitag Abend

Samstag

14.30 – 18 Uhr – 5 parallele Kulturwanderungen Start Dorfplatz Prad a Stj.

  • 15.00 – Sonntag 10.00 Uhr Wildniscamp
    für Jugendliche ab 14 Jahren

ab 20.00 Uhr Musik im Gasthaus

Tiny FOB MOB

Das Forschungsprojekt Tiny FOP MOB, das kleine FOrschungs- und Praxis-MOBil, ist Bauprojekt, Bildungs- und Forschungsinitiative in einem. Es soll Menschen zum Nachdenken über Nachhaltigkeit in der Baubranche und darüber hinaus anspornen und bereits ein konkretes Beispiel dafür liefern.

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Vorfahrt für Regionales

Ablauf:
• Begrüßung
• „Aus Liebe zum eigenen Terroir! Wenn weniger mehr ist. Neues Denken fördern & zulassen” – Reinhard Steger (Menu Kreativ Studio)
• Poetry Slam: „Regionale Produkte“ – Hannes Huber
• „Ergebnisse des Projektes FLOW KiWi – Lokale Kreisläufe der Wirtschaft“ – Philipp Corradini (Eurac Research)
• „Gut gerechnet ist halb gewonnen – Wirtschaftlichkeit regionaler Produkte“ – Bettina Schmid (Lebensmittelexpertin)
• „Lokale Kreisläufe am Beispiel Holz“ – Florian Erlacher (IDM)
• Poetry Slam: Nachhaltigkeit & Regionales – Ania Viero
• Fragen und Abschluss
Moderation: André Mallossek (Plattform Land)

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Filmabend "but beautiful"

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DER LETZTE SCHREI

Eine endzeitliche Modenschau

Unter dem Motto “Gut Leben Ohne Nix” hat der Objekt-, Performance- und Kochkünstler Götz Bury eine eigene Modekollektion entwickelt, wie sie weder Mailand noch Paris je zuvor gesehen haben. Von Trenchcoat-Hosen über Restgeldperücken bis zu Einweg-Mischbrotschuhen wird alles aufgetischt, was die Haute Couture nicht mehr erfinden konnte, während das Zeitalter in großen Schritten seinem Ende entgegen ging.

Götz Bury
Experimentelle Bildhauerei, Performance und akustische Skulptur

1960 geboren in Hamburg, Studium der Bildhauerei und Philosophie in Wien, Assistent bei Franz West, Vizepräsident der IG Bildende Kunst Wien, Zusammenarbeit in der Künstlergruppe “Die Halbe Wahrheit”, im Leitungsteam des Kunst- und Kulturfestivals “SOHO in Ottakring” Wien, 2002 Beginn der Performanceserie “NARZISS – Das Fotostudio – Selbstdarstellung auf höchster Stufe”, seit 2013 Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Bodo Hell (Objekte, Performance), seit 2017 im Leitungsteam des “Acousmatic Project” in Wien, seit 2017 Zusammenarbeit in dem Projekt “Das erste Wiener Mehrwegensemble” gemeinsam mit W.Zangerle, Didi Kern u. R. Rathmair (Klangobjekte, Performance, experimenteller Jazz).

Ausstellungen und Performances (Auswahl): Kunsthaus Bregenz (2009), Garage X/Theater am Petersplatz in Wien (2009/10), Museum Villa Rot/Deutschland (2010), Neue Kunst Galerie Karlsruhe (2011, 2013, 2015, 2016, 2019), Sargfabrik Wien (2011), Frappant e.V., Hamburg (2011), Jazzclub Porgy & Bess, Wien (2012, 2014, 2015, 2018), Halle14/Leipzig (2013), ACC Weimar (2014), Künstlerhaus Ulm (2014), Museum Stift Admont/Steiermark(2015, 2016), JesuitenFoyer/Wien (2017), Festival der Regionen/Marchtrenk, Oberösterreich (2017), Wien Modern/Wien (2017), Theaterfestival Weißenbach/Steiermark (2018), Kunst und Kulturfestival “Begehungen” Chemnitz/D (2018), Fourier Festival Wien (2018), Literaturmuseum/Wien (2019), Klangmanifeste/Wien (2019), Galerie V&V Wien (2019), Ortung 11, Schwabach/Deutschland (2019), Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt (2019), Kunstverein Moving Poets, Berlin (2019), Museum Schloss Orth/NÖ (2020), Wien Modern/Wien (2019, 2020, 2021).

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Götz Bury - Der letzte Schrei

Buchvorstellung: Der Malser Weg von Carolin Holtkamp

Die lokale Bewegung “Der Malser Weg” setzt sich auf einzigartige Art und Weise für eine demokratische und vielfältige Regionalentwicklung im Obervinschgau ein. Mals wurde dadurch zum Vorbild vieler Gemeinden in Europa, die eine pestizidfreie Landnutzung anstreben. Aber der Weg in eine nachhaltige Zukunft ist lang und voller Hürden. Er gelingt nur, wenn viele Menschen mithelfen. Daher möchten wir in diesem Buch die Erfahrungen und Strategien der Malser*innen teilen und dazu motivieren, aktiv zu werden.

Herausgegeben von der Universität Kassel

Autorin: Carolin Holtkamp studierte „B.A. Kulturwirtschaft“ und „M.A. Nachhaltiges Wirtschaften“ an den Universitäten Passau und Kassel. Seit 2017 arbeitet Sie als Universitätsassistentin und Projektmitarbeiterin in der Arbeitsgruppe für Agrar- und Regionalsoziologie an der Universität Innsbruck. In diesem Rahmen schreibt sie Ihre Dissertation zu zivilgesellschaftlichen Transformationsstrategien lokaler Agrar- und Ernährungssysteme in Richtung Ernährungssouveränität. Ihr Fallbeispiel ist die soziale Bewegung, Der Malser Weg, in Südtirol.

Gerne können Sie bei uns ihr Exemplar bestellen.
Am besten eine Mail an: info@da.bz.it

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Buchcover Der Malser Weg - Carolin Holtkamp

Agrarpolitische Wanderung mit Julianna Fehlinger (Via Campesina Austria)

Julianna Fehlinger, ist Sozial Ökologin und Geschäftsleiterin der ÖBV-Via Campesina. Austria, der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung. Dabei befasst sie sich intensiv mit der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik der EU. Sie ist Teil der Initiativgruppe für einen Mitmach Supermarkt in Wien. Sie hat drei Jahre einen Bio-Betieb in Oberösterreich mit zwei Frauen geführt und viele Sommer als Älplerin und Sennerin in der Schweiz verbracht.

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Julianna Fehlinger - Foto: Leo Zoltan

Berg and Breakfast – Touristische Sehnsüchte und Ernüchterungen mit Selma Mahlknecht (Schweiz)

DER TRAUM VON DEN ALPEN

Auf, in die Alpen! Genüsslich wandern, wellnessen, Ski fahren oder Gipfel erklimmen: Es könnte so schön sein, wenn nicht überall Touristen wären. Entlegene Berggebiete wiederum leben von ihnen.

Mahlknecht stellt sich diesem Dilemma. Sie analysiert die unstillbare Sehnsucht nach dem Reisen – ohne erhobenen Zeigefinger: Welchen Widrigkeiten des Alltags versuchen wir zu entfliehen? Wie geht es denen, die dort leben, wo andere Urlaub machen? Lässt sich heute noch ethisch vertretbar reisen?

Es liegt an uns, den Tourismus der Zukunft mitzugestalten!

Selma Mahlknecht
Geboren 1979 in Meran. Studium Drehbuch und Dramaturgie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Theater: Mahlknecht ist Dramatikerin und Regisseurin und hat zahlreiche gesellschaftskritische Stücke auf die Bühne gebracht, darunter 2018 Gruß und Kuss vom Pluralus. Volksbühne Naturns (Text und Regie: Selma Mahlknecht; Musik: Gernot Niederfriniger), 2019: Die Höhle. Academia Engiadina. (Text und Regie), 2019: Ein See für St. Prokulus. Volksbühne Naturns (Text, Musik und Regie) und 2020: Serfauser Erbe. Jubiläumsstück für das Theater Serfaus (Text und Regie).

Preise/Stipendien: 2020 Dorfschreiber-Stipendium in Serfaus/Tirol. 2017 2. Platz beim Schweizer Essaywettbewerb, organisiert von der Zeitung „Der Bund“. 2016 Stipendium des internationalen Theaterfestivals „Luaga und Losna“ in Nenzig (A). 2012 wird ihr Roman „Helena“ mit dem Sir-Walter-Scott-Preis zum besten deutschsprachigen historischen Roman der Jahre 2011/12 ausgezeichnet. 2009/2010 Arbeitsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur in Wien. Im Oktober und November 2008 ist sie Stadtschreiberin von Kitzbühel. 2008 gewann Selma Mahlknecht vor 360 Mitbewerbern den ersten Ötztaler Literaturpreis. 2002 erster Platz beim Literaturwettbewerb „Wasserworte“ in Algund sowie erster Platz beim Südtiroler Sparkassenwettbewerb in der Kategorie „Drama“ und zweiter Platz in der Kategorie „Prosa“. 2001 erhielt sie von der österreichischen Verwertungsgesellschaft „Literar-Mechana“ ein Förderstipendium für Drehbuchautoren. 1998 erster Platz beim Südtiroler Sparkassenwettbewerb in den Kategorien „Prosa“ und „Drama“.

Bei Edition Raetia: „Berg and Breakfast“ (2021). „Das Weihnachtskänguru“ (2017). „Luba und andere Kleinigkeiten. Roman“ (2016). „Auf der Lebkuchenstraße. Heiter bis wolkig durch die Weihnachtszeit“ (2013). „Helena. Roman“ (2010). „Es ist nichts geschehen. Roman“ (2009), die Übersetzung erschien 2010 unter dem Titel „Ingen fara“ im schwedischen Verlag Thorèn & Lindskog. „Im Kokon. Erzählung“ (2007). „rosa leben. Prosa“ (2004) und „Ausgebrochen. Erzählungen“ (2003); außerdem Mitarbeit bei „endet denn der Winter nie?“ (2017).

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Lebendiges Kulturerbe am Beispiel Streuobstanbau mit Ricarda Schmidt (Eurac)

Kulturlandschaftswanderung EURAC (Prad – Tschengls)
Die Kulturlandschaft zwischen Prad und Tschengls besticht durch ihre Vielfalt und Kleinstrukturiertheit: zu jeder Jahreszeit ist sie daher von besonderem Reiz und großer Schönheit. Auf unserer Wanderung widmen wir uns ‚mit offenen Augen‘ den verschiedenen Elementen, die diese Kulturlandschaft ausmachen. Dabei werden unter anderem die folgenden Fragen angesprochen und zur Debatte gestellt:
• Was ist überhaupt eine Kulturlandschaft? Wie schlägt sich das ‚immaterielle‘ Handeln des Menschen ‚materiell‘ in der Landschaft nieder?
• Wie ist lebendiges Kulturerbe definiert – oder vielmehr: wie sollten oder können wir es im Vinschgau definieren?
• Welche Forschungen zum lebendigen Kulturerbe betreibt die EURAC im Vinschgau und mit welchem Ziel? Wie können Sie persönlich die Wissenschaftler unterstützen?
Dabei werfen wir einen besonderen Blick auf den Streuobstanbau: in dem Gebiet, das wir durchwandern, liegen noch einige alte, aktiv bewirtschaftete Streuobstwiesen: inwiefern ist der Streuobstanbau überhaupt als lebendiges Kulturerbe anzusprechen? Inwiefern ist es vom Untergang bedroht und welche Maßnahmen zu seiner Bewahrung und Revitalisierung werden unternommen? Was wäre Ihres Erachtens nötig, um dieser besonderen Anbauform zu einem Revival zu verhelfen – und ist dies überhaupt nötig und sinnvoll?
Die letzte Station unserer Wanderung ist die Tschenglsburg, wo die Diskussion bei einem Imbiss gerne noch fortgesetzt werden darf (open end, Selbstzahler). Außerdem wird von Tschengls aus um 18 Uhr ein Taxiservice zurück nach Prad organisiert (kostenfrei).
Wir freuen uns auf lebendige Diskussionen mit Ihnen!

Ricarda Schmidt
Seit Oktober 2020 am Institut für Regionalentwicklung der EURAC tätig, unter anderem zuständig für das grenzüberschreitende Italien-Schweiz Interreg-Projekt ‚Living Intangible Cultural Heritage‘, das unter anderem im Vinschgau umgesetzt wird. Studium der Klassischen Archäologie, seit über 10 Jahren tätig auf dem Gebiet des UNESCO-Kulturerbes, Schwerpunkt Welterbe.

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Den oberen Vinschgau gestalten mit Renate von Hodenberg (München) und Armin Bernhard (Schluderns)

Den Oberen Vinschgau gestalten
Auf dieser Wanderung prägen die Teilnehmer die Themen und Impulse. Nach einer Vorstellung der Arbeit und Projekte der BGO durch Armin Bernhard ist Raum, gemeinsam über die Gestaltung des Oberen Vinschgau nachzudenken und sich auszutauschen.
Welche Wünsche und Träume für ein Leben in der Region gibt es? Wie haben sich diese in den letzten Monaten verändert? Was ist schon da? Welche Ideen und Gedanken für eine Gestaltung bringt jeder mit und wie sind sie verbunden?
Themen vom Markt am Vormittag können aufgegriffen und Gespräche fortgesetzt werden. Es besteht die Möglichkeit, eigene Ideen und Projekte weiterzuentwickeln.
Und wir stellen uns die Frage, was braucht es, um darüber hinaus im Austausch zu bleiben, um gemeinsam zu gestalten und um nächste Schritte zu gehen.
Auf dem Weg greifen wir im kleinen und großen Kreis auf die reichhaltigen Ressourcen zurück, die jeder mitbringt und zusammen wirksam werden.

Renate v. Hodenberg ist seit vielen Jahren Betriebsberaterin für klein- und mittelständische Unternehmen mit einem kaufmännischen Fokus und begleitet Organisationen und Menschen in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen. Sie bietet Räume für Reflexion und Resonanz. Als passionierte Bergsteigerin schätzt sie Natur und Berge als Ort für Perspektivwechsel und –erweiterung.

Armin Bernhard Vorsitzender der Bürgergenossenschaft Obervinschgau,
Vertragsprofessor an der Freien Universität Bozen und der Hochschule München, Vorstand der Genossenschaft Sophia – Forschung zu sozialer Innovation

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Nachhaltiges Bauen und Wohnen mit Jürgen Wallnöfer (Glurns) und Daria Habicher (Eurac Research)

Fahrt mit dem öffentlichen Bus nach Stilfs und Wanderung durch Stilfs bis nach Prad

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Kooperation stärkt Regionalität

Kürzlich veranstaltete die Bürgergenossenschaft Obervinschgau gemeinsam mit der Plattform Land, der IDM Südtirol und EURAC Research den Tag der Regionalität. Neben dem kleinen Forschungsmobil Tiny-FOP-MOB von EURAC Research aus nachhaltigen regionalen Baumaterialien stellte die Plattform Land am Freitagabend im Aquaprad die Ergebnisse des von der Handelskammer unterstützten Projekts FLOW zu regionalen Kreisläufen vor. Die BGO organisierte einen Markt mit regionalen Produkten, Impulsvorträgen und Kulturwanderungen.

Auf der Abschlussveranstaltung des Projekts FLOW der Plattform Land warb Reinhard Steger, der Präsident des Südtiroler Köcheverbandes, mit Leidenschaft für mehr Wertschätzung für regionale Produkte. Dies wurde ergänzt durch den Beitrag der Lebensmittelexpertin Bettina Schmid, die zur Wirtschaftlichkeit regionaler Produkte sprach, oder anders gesagt: Leidenschaft ja, aber mit Köpfchen. Florian Erlacher von der IDM stellte die lokalen Kreisläufe der Holzwirtschaft vor, angefangen von der Forstwirtschaft bis hin zu Holzhäusern – alles „Made in Südtirol.“ Im Anschluss trug Hannes Huber seinen Poetry-Slam zur Nachhaltigkeit und deren Bedeutung für zukünftige Generationen vor. Beim abschließenden Umtrunk sind die beiden im Projekt FLOW entwickelten Vinschger Gerichte, Vinschger Bua und Marillen Madl, sowie die Nationalparkhäppchen serviert worden.

Aufsehen erregte auch das Tiny FOP MOB, das kleine FOrschungs- und PraxisMOBil, das auf seiner Reise durch den Vinschgau auch in Prad Halt machte. Das Tiny FOP MOB ist Bauprojekt sowie Bildungs- und Forschungsinitiative in einem. Es soll Menschen zum Nachdenken über Nachhaltigkeit anspornen und bereits ein konkretes Beispiel dafür liefern. Das EFRE-finanzierte Projekt umfasst die Planung, den Bau und die Nutzung eines CO₂-negativen Reallabors – eine neue Form der Kooperation zwischen Forschung und Gesellschaft. Neugierige konnten am Samstag das Tiny FOP MOB betreten, mehr über seine Bauweise aus Holz und Hanfziegeln erfahren, ihre Meinung einbringen und sich über die kommenden öffentlichen Veranstaltungen informieren. Im Rahmen der Veranstaltung gab es weiters einen Vortrag zum Bauen mit Hanfziegeln mit Werner Schönthaler und eine Kulturwanderung mit dem Architekten Ulrich Wallnöfer rund um nachhaltiges Bauen und Wohnen.

Auf einem kleinen Markt konnten die Teilnehmenden regionale Produkte erwerben und sich zugleich über verschiedene Themen informieren. Junge Köche kreierten regionale Gerichte, Künstlerinnen und Künstler sorgten für Anregungen und Unterhaltung. Zudem wurden verschiedene Kulturwanderungen angeboten. In der Obervinschger Landschaft rund um Prad tauschten sich alle zu Agrarpolitik, Architektur, lebendigem Kulturerbe und Streuobstanbau sowie zum Thema nachhaltiger Tourismus aus. Die breite Trägerschaft führte zu diesem abwechslungsreichen und interessanten Veranstaltungsprogramm.

IDM Südtirol kooperiert seit Jahren mit dem Amt für den Nationalpark Stilfser Joch, um aus dem Nationalpark eine „Modellregion für ein nachhaltiges Leben in den Alpen“ zu machen. Innerhalb dieser Kooperation versucht man wiederum die Kooperation zwischen Landwirtschaft und Tourismus zu stärken, damit beide Sektoren sowie der Nationalpark Stilfser Joch und vor allem die im Park lebende Bevölkerung davon profitieren.

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