Bio-Tal Matsch

Machbarkeit BioTal Matsch

Das Projekt „Machbarkeit BioTal Matsch“ ist 2017 im Rahmen des Bürgerhaushalts der Gemeinde Mals ins Leben gerufen worden. Ziel des Projektes ist es gemeinsam mit der gesamten Bevölkerung der Fraktion Matsch auszuloten, inwieweit die Umsetzung eines „BioTals Matsch“ realisierbar, sinnvoll und erwünscht ist. Die Laufzeit des Projektes erstreckt sich von Jänner 2018 bis Ende des Jahres 2019. Im Falle einer Fortsetzung des Projektes wird es darum gehen erste Kriterien festzulegen und für das BioTal Matsch eine Sichtbarkeit nach außen zu schaffen, von der die gesamte Bevölkerung in Matsch profitieren soll.

Ortschaft Matsch bei Mals, Joachim Winkler

Was bisher geschah

AUFTAKTVERANSTALTUNG:
Am 22. März 2018 fand die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Machbarkeit BioTal Matsch“ im Kultursaal von Matsch statt. Michael Groier von der Bundesanstalt für Bergbauernfragen in Wien erläuterte u.a. das Konzept der Bioregion.

Auftaktveranstaltung Biotal Matsch, David Frank

PROJEKTGRUPPE:
Im April 2018 bildete sich eine Projektgruppe, die sich aktuell aus 9 Personen zusammensetzt.

IDEENSAMMLUNG:
Am 18. April 2018 waren alle BürgerInnen der Fraktion Matsch zu einer Ideensammlung geladen. Dabei wurden zahlreiche Ideen eingebracht, wie z.B. „Organisation einer freiwilligen Bio-Umstellungsberatung für LandwirtInnen“, „Errichtung eines gemeinschaftlichen Verarbeitungsraumes“ oder „Einrichtung einer Bioalm“.

UMSTELLUNGSBERATUNG AUF BIOLOGISCHE PRODUKTION IN DER RINDERHALTUNG
Am 30. Mai 2018 wurden die Anwesenden vom Beratungsring für Berglandwirtschaft BRING (EU-Bio) und dem BIOLAND-Verband Südtirol informiert, welche Voraussetzungen erforderlich sind, um den Betrieb auf die biologische Produktion umzustellen. Allen Interessierten wurde zudem die Möglichkeit geboten sich für eine spätere, persönliche Betriebsberatung anzumelden. Bis Jänner 2019 haben insgesamt 13 Matscher Bauern und Bäuerinnen eine Bio-Umstellungsberatung auf ihrem eigenen Betrieb in Anspruch genommen.

ERHEBUNG & KARTIERUNG DER BIOFLÄCHEN:
Im Sommer 2018 wurden die biologisch bewirtschafteten Betriebe und deren Flächen sowie die Bio-Umstellungsbetriebe in der Fraktion Matsch und dem vorgelagerten Weiler Muntetschinig erhoben und kartiert. Mittlerweile liegen genaue Zahlen und eine graphische Darstellung zu den Bioflächen in Matsch und Muntetschinig vor. Momentan werden circa 40% der landwirtschaftlichen Flächen in Matsch und Muntetschinig biologisch bewirtschaftet, Tendenz steigend. Die Daten werden laufend aktualisiert.

EXKURSION INS SCHWEIZER BIOTAL VALPOSCHIAVO:
Von 24.-25. November 2018 fand eine Exkursion für alle Interessierten aus unserem Projektgebiet ins Valposchiavo/Puschlav (Kanton Graubünden, CH) statt. Das Valposchiavo wirbt mit dem Slogan „100% Valposchiavo“, versucht also die taleigenen Produkte besser zu vermarkten, sowohl im Tal als auch außerhalb. Zudem werden dort bereits 96% der landwirtschaftlichen Flächen biologisch bewirtschaftet.

Exkursionsgruppe Valposchiavo
Exkursion Valposchiavo

GEMEINSCHAFTLICHER VERARBEITUNGSRAUM IN MATSCH:
Idee ist es einen gemeinschaftlichen Verarbeitungsraum inklusive Kühlzellen für all jene Betriebe einzurichten, die auf ihrem eigenen Betrieb nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Hygienevorschriften erfüllen, aber ihre eigenen landwirtschaftlichen Produkte veredeln und im Handel bzw. in der Gastronomie verkaufen möchten.
Das von Architekt Roland Seidl geplante Projekt wird bis 31.03.2019 bei LEADER eingereicht.

MATSCHER BIOALPKÄSE:
Im Sommer 2019 werden auf der Gondaalm in Matsch erstmals 100% Biokühe gealpt. Die BioAlpmilch von 84 Kühen wird in der Dorfsennerei Matsch zu BioAlpkäse verarbeitet.

Besichtigung Gondaalm Bio-Alpkäse, Christian Kofler

Ausblick

Weitere Bereiche, die wir im Auge haben:

  • LOKALE PRODUKTE IM DORF
  • FILMABEND mit positiven Beispielen aus der Landwirtschaft und der Regionalentwicklung – kritisches Hinterfragen unseres eigenen Konsumverhaltens und der Entwicklungen in der Landwirtschaft.
  • BIOPRODUKTE IN DER LOKALEN GASTRONOMIE
  • BIOFLEISCHVERMARKTUNG
  • GEMEINSCHAFTLICHE RUNDBALLENBELÜFTUNG für die Produktion von HEUMILCH
  • SENSIBILISIEREN FÜR EINE ÖKOLOGISCHE LEBENSWEISE auch im Alltag
  • stärkere EINBEZIEHUNG DER MATSCHER JUGEND in die Thematik und das Projekt
Spätherbstlicher Blick auf Matsch
Blick auf die Ortschaft Matsch talauswärts
Typische ehemalige Ackerterrassen in Matsch

Anregungen und Rückmeldungen sind jederzeit willkommen!

Die Projektkoordinatorin Anja Matscher gibt auch gerne nähere Auskünfte zum Projekt:

Email: biotal-matsch@da.bz.it
Mobil: +39 345 969 8649